roccafé

konzept

Konzeptionelle Darstellung zum Nutzungsantrag

Ein Blick in die Regio zeigt, daß in vielen Gemeinden, darunter auch in einigen Ortschaften, die es von der Größe her mit Denzlingen bei Weitem nicht aufnehmen können, florierende kulturelle Initiativen in entsprechenden Räumlichkeiten vorhanden sind.

Auf Grund der Größe Denzlingens und seiner verkehrstechnisch günstigen Lage ist trotz der Nähe zur "Kulturkonkurrenz" in Freiburg sicher genügend interessiertes Publikum vorhanden. Dies zeigen sowohl der aktuelle Stand von über 160 Mitgliedern bei roccafé e.V. als auch die Besucherzahlen bei den vergangenen Events in den letzten 4½ Jahren.

ROCCA-Areal und roccafé e.V.

Das ROCCA- Areal bietet sich auf Grund der zentralen Lage und des einzigartigen Fabrikgebäudes besonders für die Ansiedlung eines kulturellen Zentrums mit KulturCafé an. Dieses "roccafé" soll durch tägliche feste Öffnungszeiten zu einem Besuch des ROCCA- Areals / Kulturzentrums einladen (z.B. im Rahmen eines Einkaufs, beim Schlendern über den Wochenmarkt oder beim Besuch anderer (Kultur-) Einrichtungen auf dem Areal, z.B. der Bücherei oder der VHS-Veranstaltungen).

Der Verein roccafé e.V. will natürlich auch zukünftig kulturelle Veranstaltungen, vor allem auf dem ROCCA-Areal durchführen, insbesondere solche im Bereich 50-100 BesucherInnen. In Denzlingen gibt es bisher keinen Raum in dieser Größenordnung. Unsere Erfahrungen mit "Exilveranstaltungen" haben aber gezeigt, das die Nachfrage nach solchen Veranstaltungen in Denzlingen durchaus vorhanden ist.

Aus der Perspektive von roccafé e.V. gliedert sich diese Kulturzentrum in vier Teile:

1. Das KulturCafé "roccafé",

2. der Veranstaltungsraum, (evtl. über dem rocca)

3. weitere Räume und

4. der Außenbereich.


Separater Veranstaltungsraum, warum?

Das KulturCafé im Zentrum des Areals soll in erster Linie ein Treffpunkt sein, der zum Besuch und zum Verweilen einlädt, kurz: der Belebung des gesamten Areals dient. Daher ist es unumgänglich, den BesucherInnen feste regelmässige Öffnungszeiten bei freiem Eintritt zu bieten, damit sie nicht vor verschlossenen Türen stehen oder gerade eine eintrittspflichtige Veranstaltung stattfindet. (Eine Problematik, die sich z.B. am Emmendinger "Schloßkeller" immer wieder deutlich zeigt).

Veranstaltungen brauchen daher einen separaten Raum, auch um z.B. Proben für Aufführungen o.ä. zu ermöglichen. Umgekehrt braucht das Café einen eigenen Raum, um seinem Zweck eines verlässlich regelmässig geöffneten Treffpunkts gerecht zu werden (Laufkundschaft) und um die Veranstaltungen des roccafé e.V. mit zu finanzieren.

(Eine derartige Trennung bewährt sich schon seit Jahren am Beispiel der Freiburger "Fabrik e.V." und Vorderhaus.)


Stichpunkte zu den vier Bereichen

1. KulturCafé rocca

 
Lage: Erdgeschoss Fabrikgebäude ("Säulenhalle")
Grösse: derzeit 126m²
Betreiber: roccafé e.V.
Öffnungszeiten: regelmässig täglich, evtl. ein Ruhetag
Erlöse: dienen der Förderung der kulturellen Veranstaltungen von roccafé e.V.
Sonstiges: Küche, Lagerräume, sanitäre Einrichtungen, Lüftung (?), Biergarten

 

2. Veranstaltungsraum

 
Lage: Obergeschoss Fabrikgebäude (über roccafé) oder Sheddachteil nebenan
Grösse: je nach Lage verschieden (derzeit zwischen ca. 126 und 190 m2)
Organisation: roccafé e.V. in Form eines Kulturmanagers
Nutzung: roccafé e.V., andere Vereine und Gruppen, Privatpersonen
Öffnungszeiten: bei Veranstaltungen (zudem nicht- öffentliche Nutzung für Vereinsveranstaltungen, Kurse o.ä.)
Sonstiges: Bühne, Licht, Ton, Leinwand, Künstlergarderobe, Lüftung(?); Vom KulturCafé unabhängige Versorgung möglich (eigener Tresen)

 

3. sonstige Räume + Inselhaus

 
notwendig: sanitäre Einrichtungen, Lagerräume, kleines Büro, Sozialraum und Personal-WC
Sonstiges: kontinuierliche belebende Aktivitäten (keine nur einmal die Woche genutzten Räume), Kompatibilität von Nutzern
Beispiele: VHS, Bücherei, Eine-Welt-Laden, Kursräume, Krabbelgruppe, Telearbeitsbüro, freie Initiativen, Ansiedlung von "leisen" Handwerksbetrieben / Kunsthandwerksbetrieben etc.

 

4. Außenbereich

  

Nutzung Glotterinsel, Biergarten, Wasserspiele, autofreier Innenbereich


Um künftige Konfliktpotentiale zu entschärfen, sollte im hinteren Bereich (Richtung Hinterhofstraße) aus Sicht von roccafé e.V. von einer Wohnbebauung unbedingt abgesehen werden.

Ein Wort zum Schluss

Oberste Maxime bei der Umgestaltung des ROCCA- Areals und der Entstehung eines vielseitgen Kulturzentrums muss aus Sicht von roccafé e.V. der Erhalt des besonderen Flairs eines Industriedenkmals sein (bitte nicht totrenovieren!). Realisieren lässt sich dies nur in Rahmen eines Gesamtkonzepts für das gesamte Areal

Gerne stellen wir unser Konzept und den aktuellen Stand der Planungen auch ausführlich persönlich vor.